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Nebelwolke Waga-Tec Eichen

17.07.2017

Aufregung am frühen Nachmittag in Eichen: Mutmaßlich sorgte eine Nebelwolke aus einem Tankwagen bei der Firma Waga-Tec Oberflächentechnik gestern für einen Einsatz mehrerer
Einheiten der Kreuztaler Stadtfeuerwehr. Die Brandmeldeanlage hatte angeschlagen, als Spülwasser nach Arbeiten mit Chromsäure, so die Aussage der Feuerwehr, zur Entsorgung in einen Tankwagen umgefüllt wurden. Außerdem war von einer Vernebelung die Rede.
Die Leitstelle beorderte neben den Einheiten aus Eichen und Krombach sowie der Kreuztaler Drehleiter auch den Gerätewagen-Gefahrgut aus Ferndorf sowie den Bereitschaftsdienst der Stadtfeuerwehr nach Eichen. Die Ferndorfer waren zusätzlich mit einem Löschfahrzeug
vor Ort. Auch der Chemie-Fachberater Dr. Achim Dewies kam hinzu, konnte aber bald Entwarnung geben. Seiner Vermutung nach könnten Reste eines anderen Stoffes im Fahrzeugsystem die Vernebelung ausgelöst haben. Neben der Lageerkundung und dem Zurückstellen der auf die Kreisleitstelle aufgeschalteten Brandmeldeanlage musste
die Feuerwehr keine weiteren Maßnahmen durchführen. Erst am Samstag hatte es einen Feueralarm in der gleichen Firma gegeben: Nach Angaben der Feuerwehr kam es dabei
ebenfalls zu einer Nebel- bzw. Rauchbildung, als ein Transformator ans Laufen gebracht wurde. In die Schlagzeilen geraten war die Firma Waga-Tec im vergangenen Jahr, als bekannt wurde,
dass deren Vorgängerfirma Waga Galvanotechnik GmbH gleich neben dem Produktionskomplex
in einer angemieteten Halle am Wendenhof ein illegales Giftlager mit 250 Kubikmeter flüssigen wassergefährdenden und nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz als gefährlich eingestuften
Produktionsabfällen betrieb. Dabei handelte es sich zum einen um Spülwässer aus den Galvanikanlagen, die Chrom- und Nickelbelastungen aufweisen, aber auch um verbrauchte Salz- und Salpetersäure. Mittlerweile hat die Bezirksregierung das Lager, wie berichtet, räumen lassen. bjö

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