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Fahrzeugübergabe Osthelden

11.08.2017

Kreuztals Bürgermeister Walter Kiß hat Wort gehalten mit dem, was er der Löschgruppe Osthelden zu ihrem 75-jährigen Bestehen im Jahr 2010 zugesichert hatte: "Solange es wirtschaftlich darstellbar und mit dem Brandschutzbedarfsplan der Stadtfeuerwehr Kreuztal in Einklang zu bringen ist, will ich die Feuerwehren in den Stadtteilen halten." Den besten Beweis dafür lieferte gestern Abend die feierliche Übergabe eines neuen Löschgruppenfahrzeugs LF 10 an eine der kleinsten Löschgruppen

der Kreuztaler Stadtfeuerwehr. Bereits im Mai dieses Jahres nahmen die Wehrleute das 260.000 Euro teure Fahrzeug in Empfang, haben seitdem bereits kräftig mit ihm geübt und mit ihm drei Einsätze absolviert. Das 13 Tonnen schwere und 250 PS starke Fahrzeug verfügt über einen 1.200 Liter fassenden Löschwassertank, einen pneumatisch betriebenen Lichtmast, einen Stromerzeuger und eine Rückfahrkamera.

 

 "Die Motivation unserer 20-köpfigen Mannschaft ist definitiv gestiegen", bestätigte Löschgruppenführer Bastian Loos die Begeisterung für die deutlich umfangreicheren Möglichkeiten, die den 18 Männern und zwei Frauen der Ostheldener Feuerwehr seitdem zur Verfügung stehen. Dass sich ein Trupp auf dem Weg zum Einsatz bereits in der Mannschaftskabine mit Atemschutz ausrüsten kann, ist eine der Innovationen, für die Truppe dankbar ist. Das Löschgruppenfahrzeug  vom Typ MAN bietet neun Personen Platz - drei mehr als das bisherige Tragkraftspritzenfahrzeug aus dem Jahr 1998, das immerhin mit einem 750-Liter-Tank ausgestattet war. Das technisch noch verhältnismäßig  gut erhaltene Vorgängerfahrzeug steht derzeit im Gerätehaus Buschhütten und soll der Kreuztaler Jugendfeuerwehr bzw. als Ersatzfahrzeug bei Reparaturen an anderen Löschfahrzeugen der Stadtfeuerwehr zur Verfügung stehen. Mit der Anschaffung des LF 10 für Osthelden hat die Stadt Kreuztal als Trägerin des kommunalen Brandschutzes der Vorgabe des Brandschutzbedarfsplans Rechnung getragen, dass jede der neun Kreuztaler Feuerwehreinheiten über einen Fuhrpark verfügt, der mindestens eine Gruppe mit neun Personen in Übung und Einsatz bringen kann. Um dies auch in Osthelden möglich zu machen, war ein Umbau des örtlichen Feuerwehrgerätehauses vonnöten: Der Fahrzeugstellplatz musste nach allen Seiten hin vergrößert werden. In diesem Zuge entstanden auch geschlechtergetrennte sanitäre Anlagen und ein zusätzlicher Werkstattraum und Lagerfläche. Was demnächst noch erfolgen wird, ist ein direkter Durchbruch vom erweiterten in den alten Teil des Gerätehauses, wo der Schulungsraum untergebracht ist. Ebenso ist eine Sanierung der sanitären Anlagen für Männer vonnöten. Die Ostheldener Wehrleute erbrachten einige 100 Stunden in Eigenleistung, um die Kosten für den von der Stadt getragenen Umbau möglichst gering zu halten.

Zahlreiche Kameraden aus anderen Einheiten der Stadtfeuerwehr Kreuztal schauten gestern Abend bei den Ostheldener Kollegen vorbei, um ihnen zur neuen Ausstattung zu gratulieren. Bürgermeister Walter Kiß reichte einen überdimensionierten Fahrzeugschlüssel symbolisch an Wehrführer Berthold Braun weiter, der diesen wiederum in die Hände der Ostheldener Wehrleute übergab. bjö


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