Aktuelles

Tierrettung Loher Weiher Kredenbach

28.09.2017

„Spaß hatte er nicht und war gewaltig am Zittern“, resümierte gestern Morgen der Kredenbacher Gruppenführer Jan Kleine den Zustand des „Patienten“, den die Kredenbacher Feuerwehr soeben aus dem Loher Weiher gefischt hatte. Bei dem Geretteten handelte es sich zwar keineswegs um einen Nichtschwimmer, aber um einen verzweifelten Labrador, der seinen morgendlichen Spaziergang mit Frauchen mit ein paar Runden Frühschwimmen im Loher Weiher verbinden wollte. Das tat er auch zunächst genüsslich, bis er nach absolviertem Workout dem herbstlich kühlen Nass entsteigen wollte. Das misslang dem Hund aber mehrfach, weil das Ufer selbst für den Vierbeiner keinen Untergrund hergab, auf dem er sicher wieder ans Trockene hätte gelangen können. Der menschlichen Begleiterin blieb schließlich nichts anderes als der Griff zum Telefon, um angemessen ausgestattete Retter zu verständigen. Die waren wenige Minuten später mit einer ganzen Mannschaft und Furchtlosigkeit gegenüber fröstelnden Wassertemperaturen zur Stelle: Feuerwehrkamerad Rainer Wurmbach verzichtete sogar auf den Einsatz einer Wathose und zog es vor, zwar gesichert, aber in Shorts bis zum Bauchnabel in die Fluten zu steigen und den Hund über eine ausgelegte Steckleiter zu ergreifen und ans Ufer zu holen. Ende gut, alles gut, auch für den zweibeinigen Helden: Ihn fuhren die Feuerwehrkollegen auf direktem Weg nach Hause, um ihm so schnell wie möglich Zugang zu trockener Unterbekleidung zu ermöglichen. Dass der Hund gegenüber seinen Rettern tiefe Dankbarkeit verspürte, bleibt indes reine Spekulation. Die Fotos stellten Jan Kleine und Peter Schneider zur Verfügung. bjö

Übersicht aller aktuellen Nachrichten