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Heinz-Georg Lütticke verabschiedet

14.10.2017

Auf eigenen Wunsch hat sich Stadtbrandinspektor Heinz-Georg Lütticke, seit 24 Jahren stellvertretender Leiter der Kreuztaler Feuerwehr, aus dem aktiven Einsatzdienst in die Ehrenabteilung überstellen lassen. Der 62-Jährige quittiert damit seine aktive Feuerwehrlaufbahn aus Altersgründen nach 46 Jahren ehrenamtlichen Engagements.

Gebürtiger Sauerländer

"Danke Heinz-Georg für all die Jahre" prangte in roten Lettern auf den Betttüchern, die die Fellinghäuser Feuerwehrkameraden über die Front ihrer beiden Einsatzfahrzeuge gespannt hatten, mit denen sie ihren einstigen Chef am Tag seiner Verabschiedung von zu Hause mit Blaulicht und Martinshorn abholten. In der Löschgruppe Fellinghausen war Heinz-Georg Lütticke zu Hause und 18 Jahre Löschgruppenführer. Doch der gebürtige Sauerländer geizte in der Feuerwehr nicht mit der Übernahme an Verantwortung: Viermal in Folge bestellte ihn der Kreuztaler Bürgermeister für jeweils sechs Jahre zum stellvertretenden Leiter der Stadtfeuerwehr an der Seite von Hartmund Flender, Friedrich Hahn und bis jetzt Berthold Braun. Die nächste Neubestellung zum Ehrenbeamten, die jetzt fällig geworden wäre, nahm Lütticke zum Anlass, fortan in privat ruhigeres Fahrwasser zu gelangen. "Du gehörst jetzt zur Geh-mal-mach-mal-Abteilung", scherzte Kreisbrandmeister Bernd Schneider auf der Verabschiedungsfeier im Kreuztaler Gerätehaus über Heinz-Georg Lüttickes ab jetzt vermehrte häusliche Verfügbarkeit für Ehefrau Uta. Doch schon auf seiner Abschiedsfeier ließ ihr Gatte, noch ohne konkreter zu werden, für die weitere Zukunft durchschimmern: "Ganz ohne Ehrenamt möchte ich eigentlich nicht bleiben."

"Über alle Maßen engagierter Kamerad"

Kreuztals Bürgermeister Walter Kiß überreichte Heinz-Georg Lütticke am Samstag die Urkunde zur Entlassung aus dem Verhältnis als Ehrenbeamter - die offizielle Ehrung folgt in der vorweihnachtlichen Ratsitzung. Die aktive Truppe verliere, so Kiß, "einen über die Maßen engagierten Kameraden", der sich großen Respekt und Anerkennung bei den Bürgern der Stadt, aber auch bei Rat und Verwaltung erarbeitet habe. Anschließend überstellte Berthold Braun seinen bisherigen Stellvertreter in die Ehrenabteilung der Stadtfeuerwehr. Er dankte Heinz-Georg Lütticke für seine mannigfache Verantwortung in unterschiedlichsten Teilbereichen. Auf Stadtebene fungierte Heinz-Georg Lütticke in der Feuerwehr zudem viele Jahre als Ausbildungsbeauftragter, Zugführer bzw. dessen Stellvertreter des Zuges II (Buschhütten/Fellinghausen/Osthelden), als Stadtatemschutzgerätewart (bis 2003) sowie als Verantwortlicher für die Kleiderkammer, den Web-Auftritt und den Bereich Brandschutzerziehung/Brandschutzaufklärung. Auf Kreisebene gehörte er dem Vorstand des Kreisfeuerwehrverbands an, stand dabei dem zugehörigen Ausschuss Brandschutzerziehung und -aufklärung vor und fungierte als Kreisausbilder für Atemschutz. Für derlei Engagement erhielt er im Frühjahr vom Kreisfeuerwehrverband die Ehrennadel in Gold mit Kranz sowie die Ehrenmitgliedschaft. Begonnen hatte Lüttickes Feuerwehrkarriere vor 46 Jahren in Meinerzhagen-Hunswinkel, wo er seine Grundausbildung absolvierte, bevor er im Jahr 1986 nach seinem Umzug nach Fellinghausen für die Kreuztaler Feuerwehr zu Diensten stand.

Vielleicht findet Heinz-Georg Lütticke in Zeiten seines Feuerwehr-Ruhestands zu einer früheren Aufgabe zurück: Auf der Puppenbühne der Feuerwehr Kreuztal spielte er zeitweise den Opa. bjö


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