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Übergabe Gerätewagen Logistik Ferndorf

09.06.2018

Es ist der berühmte „Quantensprung“, von dem Kreuztals Feuerwehrchef Berthold Braun am Samstagnachmittag sprach, als er die Bedeutsamkeit des neuen Gerätewagen Logistik (GW-L2) für die Löschgruppe Ferndorf umschrieb. Der 223.000 Euro teure 13-Tonner löst nämlich den ungleich kleineren Gerätewagen-Gefahrgut ab, der als 3,5-Tonner seit 1989 für ABC-Einsätze, also Einsätze mit gefährlichen Stoffen und Gütern, vollbepackt war und zwei Personen Platz bot. Auf dem neuen Allrad-MAN-Fahrzeug, das voll geländefähig ist, kann eine ganze Staffel, also sechs Personen, mitfahren. Die Firma Hensel lieferte den feuerwehrspezifischen Aufbau, der vergleichsweise reichlich Platz auch für Material bietet: So viel Platz, dass Einsatzausrüstung sowohl vom alten Gerätewagen-Gefahrgut als auch vom Ferndorfer Löschgruppenfahrzeug übernommen werden konnte. Neu hinzugekommen ist ein auf dem Gerätewagen Logistik verlasteter Stromerzeuger, ein Lüfter sowie Schienenplattformwagen, mit denen die Feuerwehr ihr Equipment bei Einsätzen im Gleisbett rollend zum Notfallort transportieren kann. Rollcontainer sind zudem die Behältnisse, in denen Feuerwehrarmaturen auf dem neuen Wagen vorgehalten werden. Ein Pneumatik-Lichtmast mit sechs LED-Scheinwerfern komplettiert die Liste an weiteren Vorteilen des Fahrzeugs, das die Ferndorfer bereits am 15. Mai in Waldbrunn abholen konnten – nach der Bestellung im vorangegangen August übrigens Monate früher als erhofft. Seine erste Bewährungsprobe bestand der Gerätewagen Logistik bereits bei dem Großeinsatz in einem Krombacher Entsorgungsunternehmen vor anderthalb Wochen, als eine chemische Reaktion in Kombination mit einem Brandereignis die Feuerwehr vor besondere Herausforderungen stellte. Für eben derlei Einsätze mit Gefahrstoffen sind die Löschgruppen Ferndorf und Kredenbach, die gemeinsam den Zug IV der Stadtfeuerwehr Kreuztal bilden, speziell geschult.

Übergabe mit Verspätung

Die feierliche Übergabe des Fahrzeuges fand am Samstag vor dem Ferndorfer Feuerwehrgerätehaus mit rund einstündiger Verspätung statt: Ein heftiger Gewitterregen hatte die Feuerwehr nach ihrer Waldbrandübung in Ferndorf direkt zu verschiedenen Hilfeersuchen, meistens wegen Wasserschäden, beordert. Nach getaner Arbeit dann doch noch Zeit zum Feiern: Kreuztals Bürgermeister Walter Kiß übergab den neuen Wagen samt überdimensioniertem symbolischen Fahrzeugschlüssel an Kreuztals Feuerwehrchef Berthold Braun. Der reichte ihn weiter an Ferndorfs Löschgruppenführer Dirk Werthenbach sowie die fortan für das Fahrzeug zuständigen Kameraden Holger Loos, Klaus Becker und (in Abwesenheit) Tobias Linde. Der alte Gerätewagen-Gefahrgut – er hat gerade einmal 18.000 Kilometer auf dem Buckel – hat in der Stadtfeuerwehr ausgedient. bjö

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